Naturheilpraxis

Langer

Phytotherapie

 

Als Phytotherapie wird die Pflanzenheilkunde oder Kräuterheilkunde bezeichnet.

Die Menschen aller Kulturen haben zu allen Zeiten die vielseitigen Wirkungen der Pflanzen bei
Erkrankungen genutzt. So wie es heute bei manchen Tieren zu beobachten ist, haben mit aller
   Wahrscheinlichkeit die Menschen aus der Steinzeit mit einer Mischung aus Instinkt und
Erlerntem Pflanzensubstanzen gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

Seit die Menschen zu mündlichen oder schriftlichen Aufzeichnungen fähig sind, ist das Wissen
über die Wirksamkeit der Pflanzen bzw. pflanzlicher Zubereitungen überliefert worden. Daraus hat
sich in verschiedenen Kulturen eine auch heute noch praktizierende Erfahrungsheilkunde entwickelt.
Die abendländische Heiltradition verfügt über einen Arzneischatz von mehr als 250 Arzneipflanzen
und sie kann auf eine jahrtausende alte Anwendungstradition zurückblicken. Von Altertum und
Mittelalter über die Jahrhunderte bis hin in die Neuzeit hat sich in Handschriften, Kräuterbüchern,
in ärztlichen und volksheilkundlichen Erfahrungsberichten immer mehr Wissen über Verwendung
und Zubereitung pflanzlicher Arzneien angesammelt.


Seit den letzten ca. 100 Jahren werden in zunehmendem Maße auch naturwissenschaftlich - medizinische Methoden zu Erforschung von Wirk- und Inhaltsstoffen, zur Aufklärung der Wirkungsweise und Optimierung der Anwendung von Arzneipflanzen und pflanzlichen Arzneimitteln eingesetzt. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der meisten traditionell genutzten Heilpflanzen konnte durch die moderne Arzneipflanzenforschung bestätigt werden. Für manche Anwendungsgebiete, z. B. bei gefährlichen Infektionskrankheiten, sowie bei Stoffwechsel- oder Herz - Kreislauf - Krankheiten, die früher mangels besserer Alternativen mit pflanzlichen Zubereitungen behandelt wurden, stehen heute oftmals besser wirksame chemische synthetisch hergestellte Mittel zur Verfügung. Andere pflanzliche Mittel werden nicht mehr genutzt, weil ihnen durchaus schädliche Wirkungen nachgewiesen wurden.
Durch konsequente Erforschung pflanzlicher Extrakte sind der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) besonders in den letzten zwei Jahrzehnten neue Anwendungsgebiete (z. B. die Senkung erhöhter Blutfettwerte oder Behandlung depressiver Verstimmungen) erschlossen worden.
Insgesamt ist die Pflanzenheilkunde bei vielen Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen in ihrer heutigen Kombination aus Erfahrungsheilkunde und den Ergebnissen der modernen Arzneipflanzenforschung als oft ausreichend wirksame und zumeist verträgliche Alternative zu chemisch synthetischen Arzneimitteln zu sehen. Sie erfreut sich hoher Anerkennung durch Patienten und Fachleute und ist fester Bestandteil unseres Gesundheitswesens.
Die Pflanzenheilkunde wird meist als Begleittherapie zu anderen Verfahren angewendet.


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